Mailerlite im Überblick
Gegründet 2010 · Vilnius, Litauen · 1,5 Mio.+ Kunden weltweit
TL;DR — Mailerlite im Schnellcheck
- Rating: 4,5/5 Sterne — höchstes Rating im Portal
- Free-Plan: 250 Kontakte, 2.500 E-Mails/Monat, 2 Nutzerplätze (den größeren Gratis-Tarif hat Brevo)
- Preise: ab 12 USD/Monat für unbegrenzte E-Mails — Abrechnung in US-Dollar
- Editor: intuitivster Drag-and-Drop im Test — perfekt für Einsteiger
- DSGVO: EU/Litauen, AVV verfügbar, aber Server nicht in Deutschland
- Schwächen: deutsche UI lückenhaft, Support nur Englisch, weniger Branchen-Features als CleverReach
- Empfehlung: für Blogger, kleine Unternehmen und Bootstrapping-Startups die erste Wahl
Was ist Mailerlite?
Mailerlite ist ein Newsletter-Tool aus Vilnius in Litauen, gegründet 2010. Das Unternehmen beschäftigt rund 150 Mitarbeitende und betreut nach eigenen Angaben über 1,5 Millionen Kunden weltweit — darunter Blogger, kleine Online-Shops, gemeinnützige Organisationen und größere Marketing-Teams. Der Fokus liegt seit Tag eins auf einem Punkt: simple, fast brutal reduzierte Bedienung.
Im deutschen Markt ist Mailerlite vor allem in der Blogger- und Bootstrapping-Szene populär. Der Grund ist die Bedienung: Wer zum ersten Mal einen Newsletter baut, kommt hier am schnellsten ans Ziel. Der Free-Plan deckt 250 Kontakte und 2.500 E-Mails pro Monat ab — genug, um ein Side-Project ohne laufende Kosten zu starten, aber schnell zu klein für eine wachsende Liste. Wer Mailerlite mit klassischen US-Tools wie Mailchimp vergleicht, merkt sofort: weniger Features, dafür bessere UX. Welches Tool in welcher Gründungsphase trägt, steht in unserer Übersicht Newsletter Tool für Startups.
Mailerlite Preise & Tarife 2026
Mailerlite hat ein einfaches, viergeteiltes Preismodell. Alle Tarife skalieren mit der Anzahl der Kontakte. Die Preise sind in US-Dollar ausgewiesen und werden auch in US-Dollar abgerechnet — je nach Karte kommen also Wechselkurs und eventuell Fremdwährungsgebühren dazu.
| Tarif | Preis/Monat | Kontakte | E-Mails/Monat | Für wen |
|---|---|---|---|---|
| Free | 0 USD | bis 250 | 2.500 | Blogger, Side-Projects |
| Comfort | ab 12 USD | skaliert mit Listengröße | unbegrenzt | kleine Unternehmen |
| Power | ab 25 USD | skaliert mit Listengröße | unbegrenzt | wachsende Teams, mehrere Nutzer |
| Enterprise | individuell | ab 200.000 | unbegrenzt | große Listen, Custom Setup |
Der Einstiegspreis von 12 USD gilt für die kleinste Kontaktstufe; mit jeder weiteren Stufe steigt der Monatsbetrag. Die jeweils gültige Staffel steht auf der Preisseite von Mailerlite — wir verzichten hier bewusst auf umgerechnete Euro-Beträge, weil der Wechselkurs täglich schwankt. Wie sich der Free-Plan gegen die anderen Gratis-Tarife schlägt, steht im Vergleich Newsletter Software kostenlos. Wie sich das zu den deutschen Anbietern verhält, steht in den Direktvergleichen zu rapidmail und CleverReach.
Stärken im Test
Was Mailerlite im Vergleich von den anderen acht getesteten Tools abhebt:
- Bester Drag-and-Drop-Editor: Die Bausteine sind logisch sortiert, das Verhalten beim Verschieben ist vorhersehbar, die Mobile-Vorschau läuft live mit. Wir haben in unserem Test fünf neue Nutzer ohne Anleitung den ersten Newsletter erstellen lassen — alle waren in unter 15 Minuten fertig.
- Free-Plan ohne Funktionsbeschränkung: 250 Kontakte und 2.500 E-Mails pro Monat sind mengenmäßig kein Spitzenwert — Brevo lässt im Gratis-Tarif unbegrenzt viele Kontakte zu. Der Unterschied liegt im Funktionsumfang: Anders als bei Mailchimp sind Automationen, Landingpages und Formulare auch kostenlos nutzbar, dazu zwei Nutzerplätze.
- Schnelle Zustellbarkeit: In unseren Tests lag die Inbox-Platzierung zwischen 95 und 97 Prozent. Mailerlite ist Mitglied der Certified Senders Alliance und unterstützt SPF, DKIM und DMARC vollständig.
- Templates und Vorlagen: Über 70 professionell designte Vorlagen, die nicht nach generischem Newsletter-Baukasten aussehen. Besonders die Landingpage-Templates sind ein Pluspunkt — viele Nutzer kommen ohne separates Website-Tool aus.
- AI-Writing-Assistent: Seit 2024 integriert. Hilft beim Schreiben von Betreffzeilen, Vorschau-Texten und Body-Copy. Funktioniert auf Englisch hervorragend, auf Deutsch akzeptabel.
- Landingpages inkludiert: Du kannst unbegrenzt Landingpages bauen, ohne ein separates Tool wie Leadpages oder Carrd zu buchen. Für viele Solo-Marketers ist das der einzelne stärkste Punkt.
Schwächen im Test
Wir benennen Schwächen so klar wie Stärken — das ist der Punkt einer ehrlichen Bewertung:
- Server in Litauen, nicht Deutschland: Für DSGVO-Konformität reicht der EU-Standort. Aber bei Datenschutzbeauftragten, Behörden und Versicherungen ist „Server in Deutschland" oft die bessere Antwort. Wer das braucht, sollte zu CleverReach oder rapidmail wechseln.
- Support nur Englisch: Im Free-Plan bleibt nur die Community, im Comfort-Tarif kommt 24/7-Chat hinzu — aber ebenfalls nur auf Englisch. Wer einen deutschsprachigen Ansprechpartner am Telefon braucht, ist hier falsch.
- Deutsche UI lückenhaft: Die Oberfläche ist offiziell auf Deutsch verfügbar, aber rund 15 Prozent der Texte (vor allem im Automation-Builder und in Fehlermeldungen) erscheinen weiterhin auf Englisch. Funktional unproblematisch — für Einsteiger ohne Englisch-Kenntnisse aber irritierend.
- Weniger Branchen-Features als CleverReach: Vorlagen und Workflows für Vereine, Hotels oder lokale Dienstleister sind dünn. Mailerlite ist ein generisches Marketing-Tool, kein Branchen-Tool.
- Strikte Approval-Prozesse: Neue Accounts müssen manuell geprüft werden, bevor der erste Versand möglich ist. In unserem Test dauerte das 18 Stunden. Wer am Montag kurzfristig versenden will, sollte am Donnerstag den Account anlegen.
DSGVO & Datenschutz
Mailerlite ist DSGVO-konform — aber mit einem Stolperstein, den wir ehrlich benennen müssen: Die Server stehen in Litauen, nicht in Deutschland. Für die meisten europäischen Unternehmen ist das unproblematisch, denn Litauen ist EU-Mitglied und es findet kein Datentransfer in Drittstaaten statt.
Konkret bekommst du:
- einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO direkt im Account
- Double-Opt-in als Standardeinstellung aktivierbar
- verschlüsselte Datenübertragung (TLS 1.3)
- vollständige Datenexport- und Lösch-Funktion für Betroffenenrechte
- ISO 27001 zertifizierte Rechenzentren
Wer in regulierten Branchen arbeitet (Ärzte, Anwälte, Steuerberater) oder einen besonders strengen Datenschutzbeauftragten hat, sollte trotzdem zu einem deutschen Anbieter wechseln. Für 90 Prozent der Use-Cases reicht die Mailerlite-Lösung. Details siehe DSGVO-Tools Übersicht.
Mailerlite vs. Konkurrenz
Wir haben Mailerlite gegen die drei populärsten Alternativen im deutschsprachigen Markt verglichen:
| Kriterium | Mailerlite | Brevo | CleverReach | Mailchimp |
|---|---|---|---|---|
| Free-Plan-Kontakte | 250 | unbegrenzt (300 E-Mails/Tag) | 250 | 500 |
| Editor-UX | 4,8/5 | 4,1/5 | 4,3/5 | 4,0/5 |
| Server-Standort | Litauen (EU) | Frankreich (EU) | Deutschland | USA |
| Deutscher Support | nein | ja | ja | teilweise |
| Preis/Monat (5.000 Kontakte) | Abrechnung in USD, Staffelpreis beim Anbieter | ~39 € | ~45 € | ~55 € |
Direktvergleiche im Detail: Brevo vs. Mailerlite, CleverReach vs. Mailerlite, rapidmail vs. Mailerlite.
Für wen lohnt sich Mailerlite?
Nach 12 Wochen Test sind das unsere klaren Empfehlungen:
- Blogger und Content-Creator: Der Free-Plan trägt die ersten 250 Kontakte, danach beginnt Comfort bei 12 USD. Editor und Landingpages sind perfekt für Solo-Setups ohne Tech-Team.
- Kleine Unternehmen (1–10 Mitarbeitende): Wer ohne Einarbeitung und ohne Agentur regelmäßig Newsletter verschicken will, ist hier schneller startklar als mit den funktionsreicheren Alternativen.
- Bootstrapping-Startups: Niedrige Einstiegskosten, schnelles Setup, AI-Assistent und Landingpages aus einer Hand — perfekt für die ersten 12 Monate eines Projekts.
- Internationale Setups: Englischer Support ist Standard, das Tool funktioniert weltweit. Wer eine englischsprachige Audience aufbaut, hat hier keine Sprachbarriere.
Für wen Mailerlite nicht die beste Wahl ist:
- große Kontaktlisten, die kostenlos verwaltet werden sollen (besser: Brevo mit unbegrenzten Kontakten im Free-Plan)
- regulierte Branchen mit strengen DSGVO-Anforderungen (besser: CleverReach, rapidmail)
- Vereine und lokale Dienstleister mit Branchen-Templates-Bedarf (besser: CleverReach)
- große B2B-Setups mit komplexen CRM-Anforderungen (besser: ActiveCampaign, Brevo)
- Multi-Channel-Marketing mit SMS und WhatsApp (besser: Brevo, Omnisend)
Fazit — unsere Bewertung
Mailerlite: 4,5 / 5 Sterne
Mailerlite ist das beste UX-Newsletter-Tool im Test — daher die 4,5 Sterne. Wer einen sauberen, schnellen Editor sucht und mit englischem Support leben kann, bekommt hier den Gewinner unseres 12-Wochen-Vergleichs in Sachen Bedienbarkeit. Die Schwächen — kleiner Free-Plan, Litauen-Server statt Deutschland, kein deutscher Support — sind keine technischen Mängel, sondern strategische Trade-offs. Wer den größten kostenlosen Tarif sucht, ist bei Brevo richtig; wer das nutzerfreundlichste Werkzeug will, hier.
- Editor & UX: 4,8/5
- Free-Plan: klein (250 Kontakte), dafür ohne Funktionsbeschränkung
- Preis-Leistung: 4,6/5
- DSGVO: 4,2/5 (kein Punktabzug für EU, Abzug für Litauen statt DE)
- Support: 3,8/5 (kein Deutsch)
- Gesamtwertung: 4,5/5
Häufige Fragen (FAQ)
Ja. Mailerlite sitzt in Vilnius/Litauen, also innerhalb der EU. Die Server stehen ebenfalls in Litauen, ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ist im Account abrufbar, Double-Opt-in lässt sich aktivieren. Wer aber explizit Server in Deutschland sucht, sollte CleverReach oder rapidmail wählen. Für die meisten europäischen Unternehmen ist die DSGVO-Lage bei Mailerlite unproblematisch, da kein Datentransfer in Drittstaaten stattfindet.
Der Free-Plan kostet nichts und deckt bis 250 Kontakte mit 2.500 E-Mails pro Monat ab. Comfort startet bei 12 USD/Monat mit allen Features und unbegrenzten E-Mails. Power beginnt bei 25 USD/Monat und bietet mehrere Nutzer, Custom HTML und Facebook-Integration. Für sehr große Listen ab 200.000 Kontakten gibt es Enterprise mit individuellem Angebot. Mailerlite rechnet in US-Dollar ab, und die Preise skalieren mit der Anzahl der Kontakte.
Bis zu 250 Kontakte, 2.500 E-Mails pro Monat, zwei Nutzerplätze, der vollständige Drag-and-Drop-Editor, Landingpages, Formulare, Automation-Workflows und ein einfaches Reporting. Eingeschränkt sind: Support nur über die englischsprachige Community, kein eigenes Branding-Removal (Mailerlite-Logo im Footer), kein Custom HTML-Editor. Beim Kontaktlimit liegt Mailerlite gleichauf mit CleverReach, erlaubt aber mehr Versandvolumen. Wer gratis unbegrenzt Kontakte sammeln will, ist bei Brevo besser aufgehoben.
Mailerlite gewinnt bei der UX und beim Editor. Brevo gewinnt beim Free-Plan (unbegrenzt Kontakte mit 300 E-Mails pro Tag gegenüber 250 Kontakten und 2.500 E-Mails pro Monat) sowie bei SMS, Transaktionsmails, CRM-Integration und deutschem Support. Wer einen sauberen Newsletter-Workflow ohne Multi-Channel-Anforderungen sucht, ist mit Mailerlite besser bedient. Wer eine große Liste gratis führen oder SMS, WhatsApp und ein CRM in einem Tool nutzen will, sollte Brevo nehmen. Details siehe Brevo vs. Mailerlite Direktvergleich.
Nein, kein deutschsprachiger Support. Im Free-Plan läuft die Hilfe ausschließlich über die englischsprachige Community. Ab dem Comfort-Tarif kommt 24/7-Chat dazu, aber ebenfalls Englisch. Die Knowledge-Base ist umfangreich, aber überwiegend englisch. Für deutschsprachigen Support ohne Sprachbarriere sind CleverReach, rapidmail oder Brevo die besseren Optionen.
Über das offizielle Mailerlite-WordPress-Plugin lassen sich Formulare und Pop-ups direkt einbinden. Die Anbindung an WooCommerce funktioniert ebenfalls über das Plugin: Bestelldaten, Warenkorb-Abbrecher und Kundensegmente werden automatisch synchronisiert. Außerdem unterstützt Mailerlite Zapier, Make und eine REST-API. Die Einrichtung dauert unter zehn Minuten, technisches Know-how ist nicht zwingend nötig.
In unseren Tests lag die Inbox-Platzierung zwischen 95 und 97 Prozent — einer der besten Werte im Vergleich. Mailerlite ist Mitglied der Certified Senders Alliance (CSA) und unterstützt SPF, DKIM und DMARC vollständig. Ein integrierter Spam-Check warnt vor problematischen Begriffen, bevor der Newsletter rausgeht.
Ja, für den Einstieg. Der Free-Plan mit 250 Kontakten trägt die ersten Monate, danach wird ein kostenpflichtiger Tarif ab 12 USD/Monat fällig. Der eigentliche Grund für Mailerlite ist der Editor: Er ist intuitiv genug, dass auch nicht-technische Nutzer ohne Anleitung loslegen können. Die integrierten Landingpages und Sign-up-Formulare ersparen ein separates Tool. Wer die Liste möglichst lange gratis wachsen lassen will, ist bei Brevo besser aufgehoben.