Die DSGVO stellt klare Anforderungen an den Newsletter-Versand: Einwilligung, Auftragsverarbeitungsvertrag, Datenspeicherung in der EU. Wir zeigen, welche Tools diese Anforderungen erfüllen – und welche nicht.

Was macht ein Newsletter Tool DSGVO-konform?

Viele Anbieter werben damit, „DSGVO-konform" zu sein – aber was bedeutet das konkret? Wir haben fünf entscheidende Kriterien definiert:

🏛️

1. Server-Standort EU/DE

Personenbezogene Daten (E-Mail-Adressen) müssen auf Servern innerhalb der EU gespeichert werden. US-Servers sind seit dem Schrems-II-Urteil ohne Zusatzmaßnahmen problematisch.

📝

2. AVV-Vertrag (Art. 28)

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist beim Einsatz von Newsletter Tools gesetzlich vorgeschrieben. Der Anbieter muss diesen bereitstellen und unterschreiben.

3. Double-Opt-in

Das Einholen der Einwilligung per Double-Opt-in (Bestätigungs-E-Mail nach Anmeldung) ist die rechtssichere Methode in Deutschland.

🗑️

4. Löschung & Abmeldung

Abmelde- und Löschanfragen müssen technisch einfach möglich sein und zuverlässig umgesetzt werden (Recht auf Vergessenwerden, Art. 17).

🔐

5. Technische Sicherheit

Verschlüsselung (TLS/HTTPS), Zugangsschutz, regelmäßige Sicherheitsaudits und Datenschutz-by-Design sind weitere Anforderungen.

Warum Mailchimp für deutsche Unternehmen problematisch ist

Mailchimp ist weltweit das bekannteste Newsletter Tool – aber für deutsche Unternehmen ist es seit Jahren rechtlich umstritten. Das Unternehmen (gehört zu Intuit) hat seinen Sitz in den USA und verarbeitet Daten primär auf US-Servern.

Das Europäische Datenschutzrecht (DSGVO) verbietet die Übermittlung personenbezogener Daten in Drittländer ohne angemessenes Schutzniveau – und die USA galten nach dem Schrems-II-Urteil des EuGH (2020) als problematisch. Zwar gibt es seit 2023 mit dem EU-US Data Privacy Framework eine neue Grundlage, aber viele Datenschutzexperten sehen diese als nicht dauerhaft stabil an.

Empfehlung: Wähle für dein E-Mail-Marketing einen europäischen Anbieter mit Servern in der EU. Das eliminiert das Risiko vollständig – ohne rechtliche Graubereiche.

DSGVO-Ranking: Die 4 Tools im Vergleich

Kriterium
🥇 CleverReach
🥈 Brevo
🥉 Mailerlite
GetResponse
Server-Standort 🇩🇪 Deutschland 🇫🇷 Frankreich (EU) 🇱🇹 Litauen (EU) 🇵🇱 Polen/EU (teilw.)
Unternehmenssitz Deutschland Frankreich Litauen Polen
AVV-Vertrag
Double-Opt-in
DSGVO-Formular-Templates teilw.
Deutschsprachiger Support eingeschränkt eingeschränkt eingeschränkt
Datenschutzerklärung auf DE
DSGVO-Gesamtbewertung ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐½

CleverReach – DSGVO-Testsieger

CleverReach ist das einzige Tool im Vergleich, das alle Daten ausschließlich in Deutschland speichert und selbst ein deutsches Unternehmen ist. Damit ist es ohne Einschränkungen für alle deutschen Unternehmen einsetzbar – auch für solche in besonders regulierten Branchen.

Besonders praktisch: CleverReach stellt fertige DSGVO-konforme Anmeldeformulare bereit, inklusive rechtssicher formulierter Einwilligungstexte. Der AVV-Vertrag kann direkt im Account abgeschlossen werden.

CleverReach DSGVO-konform testen → (Anzeige)

Brevo – Solide europäische Alternative

Brevo (ehemals Sendinblue) hat seinen Hauptsitz in Paris und betreibt Rechenzentren in Frankreich. Als französisches Unternehmen unterliegt es dem europäischen Datenschutzrecht – ein klarer Vorteil gegenüber US-Anbietern. Zusätzlich bietet Brevo einen AVV-Vertrag und Double-Opt-in als Standard.

Mailerlite – Gut, aber nicht in Deutschland

Mailerlite hat seinen Sitz in Litauen, einem EU-Mitgliedstaat. Server und Datenspeicherung erfolgen ebenfalls in der EU. Das macht Mailerlite grundsätzlich DSGVO-konform – allerdings ohne die Zusatzsicherheit eines deutschen Unternehmens mit deutschem Support.

Für die meisten kleinen Unternehmen ist Mailerlite eine völlig ausreichende und rechtssichere Wahl. Für behördliche Nutzung oder stark regulierte Branchen empfehlen wir CleverReach.

Die DSGVO-Checkliste für E-Mail-Marketing

Neben der Tool-Wahl gibt es weitere Punkte, die du selbst sicherstellen musst:

  1. Double-Opt-in für alle neuen Abonnenten einrichten
  2. Einwilligungstext im Anmeldeformular klar und verständlich formulieren
  3. Datenschutzerklärung auf deiner Website aktuell halten (Newsletter-Hinweis)
  4. AVV-Vertrag mit deinem Newsletter-Anbieter abschließen
  5. Abmeldemöglichkeit in jeder E-Mail (Pflicht!)
  6. Zweck der Datenverarbeitung klar benennen
  7. Protokollierung der Einwilligung (Datum, IP-Adresse) sicherstellen
  8. Löschanfragen konsequent und zeitnah umsetzen
Fazit: Für maximale DSGVO-Sicherheit wähle CleverReach (Anzeige) – Server in Deutschland, deutsches Unternehmen, DSGVO out of the box. Für eine günstigere Alternative mit EU-Servern sind Brevo (Anzeige) und Mailerlite (Anzeige) ebenfalls empfehlenswert.