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Ratgeber · März 2026

Weg von Mailchimp – diese DSGVO-sicheren Alternativen sind besser und günstiger

Mailchimp hat ein DSGVO-Problem. Nicht nur das: Es ist auch teuer geworden. Wir zeigen dir die drei besten Alternativen – alle DSGVO-konform, alle günstiger, alle kostenlos startbar.

Das Mailchimp-DSGVO-Problem

Mailchimp ist ein Produkt von Intuit Inc. – einem US-amerikanischen Konzern. Das bedeutet: Alle Daten, die du in Mailchimp speicherst, werden auf US-Servern verarbeitet. Dazu gehören auch die E-Mail-Adressen deiner Newsletter-Abonnenten – personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO.

Schrems II: Das EuGH-Urteil von 2020

Im Juli 2020 erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH) das damalige Privacy-Shield-Abkommen für ungültig. Begründung: Die USA bieten kein ausreichendes Datenschutzniveau. US-Geheimdienste können auf dort gespeicherte Daten zugreifen – auch auf die deiner Abonnenten.

Das Urteil machte alle Datentransfers in die USA, die auf Privacy Shield basierten, illegal – mit sofortiger Wirkung. Davon waren auch Mailchimp-Nutzer betroffen.

EU-US Data Privacy Framework – keine vollständige Entwarnung

Seit Juli 2023 gibt es das neue EU-US Data Privacy Framework (DPF). Mailchimp ist unter dem DPF zertifiziert. Das DPF soll Datentransfers wieder ermöglichen. Allerdings:

  • Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) hat Bedenken zur Umsetzung geäußert
  • Datenschutzorganisationen (noyb, Max Schrems) haben bereits Klagen angekündigt, um das DPF erneut vor dem EuGH anzufechten
  • Das Privacy Shield wurde auch erst nach 4 Jahren für ungültig erklärt – rechtliche Sicherheit ist keine Garantie
  • Deutsche Datenschutzbehörden haben Mailchimp-Nutzern bereits Bußgelder angedroht

Konkrete Risiken für dein Unternehmen

  • Bußgelder: Bis zu 20 Mio. € oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes (DSGVO Art. 83 Abs. 4 und 5)
  • Beschwerden: Jeder deiner Abonnenten kann kostenlos Beschwerde bei der Datenschutzbehörde einreichen
  • Abmahnungen: Wettbewerber nutzen DSGVO-Verstöße aktiv für Abmahnungen – in Deutschland ein reales Risiko
  • Reputationsschaden: Datenschutzbewusste Kunden – insbesondere im B2B-Bereich – fragen aktiv nach
Wichtig: Wir wollen nicht übertreiben. Das konkrete Risiko hängt von deiner Branche, deiner Listengröße und deinem Profil ab. Für viele kleine Unternehmen mit wenigen hundert Kontakten ist das praktische Risiko gering. Trotzdem gibt es keinen sachlichen Grund, Mailchimp zu nutzen, wenn es gleichwertige oder bessere DSGVO-konforme Alternativen gibt – die teils günstiger sind.

3 DSGVO-konforme Mailchimp-Alternativen

BR
🥈 Günstigster Einstieg
Brevo
EU-Server · Unlimited Kontakte · Multi-Channel
ab 19 €/Monat
Free: Unlimited Kontakte
  • Unbegrenzte Kontakte auch kostenlos
  • EU-Server (Frankreich)
  • E-Mail + SMS + Chat + CRM
  • Transaktions-E-Mails inklusive
  • Günstiger bei großen Listen
ML
🥉 Beste Benutzerfreundlichkeit
Mailerlite
EU-Server · Modernes Design · 1.000 Kontakte gratis
ab 9 €/Monat
Free: bis 1.000 Kontakte
  • 1.000 Kontakte kostenlos
  • EU-Server (Litauen)
  • Modernste Benutzeroberfläche
  • Automationen im Free-Plan
  • Günstigster kostenpflichtiger Plan

Mailchimp vs. CleverReach vs. Brevo vs. Mailerlite

Kriterium Mailchimp CleverReach Brevo Mailerlite
Serverstandort USA ⚠️ Deutschland 🇩🇪 EU (FR) EU (LT)
DSGVO-Risiko Mittel-hoch Sehr gering Gering Gering
DE-Support ✓ Telefon
Kostenloser Plan 500 Kontakte 250 Kontakte Unlimited Kontakte 1.000 Kontakte
Einstiegspreis ca. 12 € (USD) 15 € 19 € 9 €
Preistendenz Stark gestiegen Stabil Stabil Stabil

So wechselst du von Mailchimp

Der Wechsel ist einfacher als du denkst. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung bist du in 1–2 Stunden fertig:

Schritt 1: Kontakte aus Mailchimp exportieren

In Mailchimp: Gehe zu Audience → Alle Kontakte → Exportieren. Wähle "Export as CSV". Du erhältst eine Datei mit allen Kontakten inkl. Tags, Segmenten und Felder. Sichere diese Datei lokal.

Schritt 2: Kostenlos beim neuen Tool anmelden

Lege ein kostenloses Konto bei deiner gewählten Alternative an. Alle drei empfohlenen Tools bieten kostenlose Pläne ohne Kreditkarte.

Schritt 3: Kontakte importieren

Lade die CSV-Datei bei deinem neuen Tool hoch. Alle drei Anbieter haben eine Import-Funktion für Mailchimp-Exporte. Achte darauf, dass die Spalten korrekt zugeordnet werden.

Schritt 4: Double-Opt-in-Nachweis prüfen

Das ist DSGVO-kritisch: Du darfst nur Kontakte importieren, für die du einen nachweisbaren Opt-in hast. Mailchimp dokumentiert den Opt-in-Zeitpunkt in der Exportdatei. Stell sicher, dass alle importierten Kontakte diesen Nachweis haben.

Schritt 5: Vorlagen neu erstellen

E-Mail-Vorlagen lassen sich nicht direkt migrieren. Das ist der zeitintensivste Schritt. Nutze die Vorlagenbibliothek deines neuen Tools – bei Mailerlite und Brevo findest du professionelle Vorlagen, die teils sogar besser aussehen als Mailchimp-Templates.

Schritt 6: Alten Mailchimp-Account kündigen

Sobald alles funktioniert und du mindestens einen erfolgreichen Versand gemacht hast: Mailchimp-Account unter Account Settings → Account → Delete Account kündigen. Denke daran, alle API-Keys und Integrationen vorher zu aktualisieren.

Welche Alternative passt zu dir?

🔒

Regulierte Branchen

Arztpraxen, Anwaltskanzleien, Steuerberater, Behörden, Bildungseinrichtungen

Empfehlung: CleverReach (Anzeige) – Server in Deutschland, DE-Support, höchste DSGVO-Sicherheit

🛒

Online-Shops

WooCommerce, Shopify, Magento-Betreiber mit Newsletter und Transaktions-E-Mails

Empfehlung: Brevo (Anzeige) – Transaktions-E-Mails als Kernfunktion, CRM, gute Shop-Integrationen

🎯

Coaches, Freelancer, Blogger

Einzelpersonen und kleine Teams mit bis zu 1.000 Kontakten

Empfehlung: Mailerlite (Anzeige) – günstigster Einstieg, großer Free-Plan, modernes Design

📈

Wachsende Unternehmen

Unternehmen mit schnell wachsenden Listen ab 5.000 Kontakten

Empfehlung: Brevo (Anzeige) – günstiger bei großen Listen, unbegrenzte Kontakte kostenlos

🙏
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Häufige Fragen: Mailchimp Alternative für Deutschland

Das ist rechtlich nicht eindeutig. Mailchimp speichert Daten auf US-Servern. Das Schrems-II-Urteil (2020) hat Datentransfers in die USA ohne ausreichende Schutzmaßnahmen für rechtswidrig erklärt. Das neue EU-US Data Privacy Framework (2023) soll Abhilfe schaffen, ist aber rechtlich umstritten. Deutsche Datenschutzbehörden haben bereits gegen Mailchimp-Nutzer ermittelt. Das Risiko ist real – auch wenn es in der Praxis oft nicht direkt sanktioniert wird.

Weniger als du denkst. Die technische Migration (Kontakte exportieren und importieren) dauert ca. 30 Minuten. Das Nachbauen der E-Mail-Vorlagen ist zeitintensiver – plane dafür 1–2 Stunden ein. Alle drei empfohlenen Alternativen bieten kostenlose Accounts und gute Import-Funktionen für Mailchimp-Exporte.

Ab 1.000 Kontakten ja. Bei 500 Kontakten ist Mailchimp minimal günstiger (ca. 12 € vs. 15 €). Ab 1.000 Kontakten ist CleverReach günstiger. Ab 2.500 Kontakten deutlich günstiger (30 € vs. 42 €). Außerdem zählt Mailchimp abgemeldete Kontakte zum Kontingent – das erhöht die effektiven Kosten.

Mailerlite ist für Einsteiger am zugänglichsten: kostenloser Plan mit 1.000 Kontakten und 12.000 E-Mails/Monat, modernste Benutzeroberfläche, Automationen inklusive. Der Wechsel von Mailchimp ist intuitiv – der Editor ist sogar einfacher zu bedienen.

Brevo ist für Online-Shops am stärksten: Transaktions-E-Mails (Bestellbestätigungen etc.) sind eine Kernfunktion, WooCommerce- und Shopify-Integrationen sind vorhanden, das eingebaute CRM hilft beim Kundenmanagement. Wenn DSGVO kritisch ist, kommt auch CleverReach in Frage.

Für sehr große Listen (ab 10.000 Kontakten) empfehlen wir Brevo: Das Tool rechnet nach Versandvolumen statt nach Kontaktzahl ab. Bei 50.000 Kontakten zahlt man bei Brevo ca. 25 €/Mo. für 100.000 E-Mails – Mailchimp verlangt dafür über 300 €/Mo.

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