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Brevo im Überblick

Gegründet 2012 (als Sendinblue) · Paris & Berlin · 500.000+ Kunden weltweit

★★★★☆
4,3 / 5 (unser Testergebnis)
EU · DSGVO
TL;DR – Brevo auf einen Blick
Geeignet für
  • Große Listen mit gelegentlichem Versand (unbegrenzt gratis)
  • E-Commerce mit Multi-Channel (E-Mail + SMS + WhatsApp)
  • Startups mit knappem Budget
  • Transaktionsmails per API (z.B. SaaS)
  • EU-Unternehmen mit DSGVO-Fokus
Weniger geeignet für
  • Tägliche Massenversendungen (300/Tag Limit im Free-Plan)
  • Wer einen sehr intuitiven Editor wie Mailerlite sucht
  • Reine Coaches mit Tag-basiertem Marketing (eher KlickTipp)
  • Wer perfekten deutschen Telefon-Support braucht

Was ist Brevo? (ehemals Sendinblue)

Brevo ist eine europäische All-in-One-Marketingplattform mit Hauptsitz in Paris und zusätzlichem Büro in Berlin. Bis 2023 war das Unternehmen unter dem Namen Sendinblue bekannt – die Umbenennung diente der Verbreiterung der Markenidentität jenseits reiner E-Mail-Funktionen. Funktionsumfang, Tarifstruktur und Server-Standorte sind seither identisch geblieben.

Heute zählt Brevo über 500.000 Kunden weltweit und ist eines der größten europäischen Newsletter-Tools. Die Plattform deckt deutlich mehr als nur Newsletter ab: E-Mail-Marketing, Transaktionsmails (per API), SMS-Marketing, WhatsApp-Kampagnen, Live-Chat, CRM und Meetings stecken alle in einer Oberfläche.

Für den deutschen Markt besonders relevant: Brevo ist eines der wenigen Tools mit echtem EU-Hosting (Server in Frankreich und Deutschland), einem digital abschließbaren AVV und einer deutschen Niederlassung. Damit gehört Brevo zu den DSGVO-Top-Anbietern für den EU-Markt – auch wenn die Plattform im Detail nicht ganz so "deutsch" wirkt wie CleverReach oder rapidmail.

Brevo Preise & Tarife 2026

Brevo rechnet anders als die meisten Konkurrenten ab: nicht nach Kontaktzahl, sondern nach versendetem Volumen. Das macht Brevo besonders attraktiv für große Listen, die nur gelegentlich versendet werden – etwa Vereine, B2B-Newsletter oder saisonale Shops.

TarifPreis/MonatKontakteE-MailsHighlights
Free 0 € Unbegrenzt 300/Tag (9.000/Monat) Drag-&-Drop-Editor, Templates, Brevo-Logo im Footer
Starter ab 9 € Unbegrenzt 20.000/Monat Kein Tageslimit, Logo entfernbar (Add-on)
Business ab 18 € Unbegrenzt 20.000/Monat + Marketing Automation, A/B-Tests, Heatmaps, Predictive Sending
BrevoPlus auf Anfrage Unbegrenzt Individuell SLA, dedizierte IP, persönlicher Manager, Enterprise-Features

Preisstaffelung nach E-Mail-Volumen (Business-Tarif)

E-Mails/MonatStarterBusiness
20.0009 €18 €
40.000ca. 19 €ca. 35 €
60.000ca. 29 €ca. 49 €
100.000ca. 45 €ca. 65 €
250.000ca. 105 €ca. 145 €
Preishinweis: Alle Preise zzgl. MwSt. Stand: Juni 2026. SMS und WhatsApp werden separat nach Versand abgerechnet. Aktuelle Preise im Brevo Preisrechner.

Brevo Stärken im Test

Was Brevo gegenüber Konkurrenten wie CleverReach, Mailerlite oder GetResponse besonders auszeichnet:

  1. Unbegrenzte Kontakte im Free-Plan. Brevo ist der einzige relevante Anbieter, der keinerlei Kontaktlimit im Gratis-Tarif setzt. Eine Liste mit 50.000 oder 100.000 Adressen lässt sich kostenlos verwalten – limitiert ist nur das tägliche Versandvolumen. Ideal für große Listen mit seltenen Mailings.
  2. Multi-Channel in einer Oberfläche. Brevo integriert SMS-Marketing, WhatsApp-Kampagnen (über die offizielle WhatsApp Business API), Live-Chat und sogar ein leichtgewichtiges CRM direkt. Wer Multi-Channel-Strategien fährt, spart sich mehrere separate Tools.
  3. Transaktionsmails per API. Brevo bietet eine ausgereifte Transactional API für Bestellbestätigungen, Passwort-Resets und Systemmails. Marketing- und Transaktions-Reputation laufen über getrennte Infrastrukturen – ein deutlicher Vorteil für SaaS und E-Commerce.
  4. Marketing Automation ab 18 €. Im Business-Tarif sind mehrstufige Workflows mit Bedingungen, Wartezeiten und Verzweigungen enthalten. Damit liegt Brevo funktional näher an GetResponse und ActiveCampaign als an rapidmail.
  5. DSGVO-konform mit EU-Hosting. Server in Frankreich (Haupt-Rechenzentrum bei OVH) und Deutschland. AVV digital abschließbar, externer Datenschutzbeauftragter, deutsche Vertretung in Berlin. Klares Plus gegenüber Mailchimp.
  6. Faire Preisstruktur. Abrechnung nach Volumen statt Kontakten ist transparent und besonders günstig für große Listen mit niedriger Sendefrequenz.

Brevo Schwächen im Test

Wo Brevo im Praxis-Test schwächelt – und wo Konkurrenten klar besser sind:

  1. 300-Mails-Tageslimit im Free-Plan. Wer regelmäßig versendet, stößt schnell an die Decke. 300 Mails klingen viel – sind aber bei einer Liste mit 2.000 Empfängern bereits in einer Woche aufgebraucht, wenn man nicht stückeln will. Mailerlite (1.000 Kontakte, 12.000 Mails/Monat ohne Tageslimit) ist hier flexibler für aktive Newsletter.
  2. Editor weniger intuitiv als Mailerlite. Der Drag-and-Drop-Editor funktioniert solide, wirkt aber stellenweise umständlich. Block-Manipulation, Spalten-Layout und Mobile-Vorschau sind bei Mailerlite eleganter gelöst. Wer Wert auf schnelle, schöne Designs legt, hat dort die bessere Erfahrung.
  3. Deutsche Übersetzung holprig. Die Oberfläche ist auf Deutsch verfügbar, einzelne Begriffe und Hilfetexte sind aber teilweise unsauber übersetzt. Wer eine kompromisslos deutsche Lösung will, ist mit rapidmail oder CleverReach besser bedient.
  4. Telefon-Support erst ab Business-Tarif. E-Mail-Support gibt es in allen Tarifen, aber telefonisch wirst du erst ab dem Business-Plan (18 €+) erreicht. Im Free- und Starter-Plan bleibt nur das Ticketsystem – Antwortzeit in unserem Test: 8–24 Stunden.
  5. Brevo-Logo im Free-Plan. Jede über den Free-Plan versendete E-Mail enthält ein Brevo-Branding im Footer. Für hobbymäßige Versender unkritisch, für Unternehmens-Newsletter unschön.

DSGVO & Datenschutz bei Brevo

Brevo ist eines der wenigen internationalen Newsletter-Tools, das tatsächlich europäisch arbeitet – nicht nur formal, sondern technisch:

  • Server-Standorte: Hauptrechenzentrum bei OVH in Frankreich, zusätzliche Kapazitäten in Deutschland.
  • Unternehmenssitz: Brevo SAS, Paris (Frankreich) – unterliegt voll der DSGVO. Niederlassung in Berlin.
  • AVV nach Art. 28 DSGVO: Direkt im Account einsehbar und digital abschließbar – kein E-Mail-Pingpong nötig.
  • Double-Opt-in: Wird unterstützt und kann als Pflicht-Workflow für Formulare aktiviert werden.
  • Externer Datenschutzbeauftragter: Benannt und erreichbar.
  • Kein Drittlandtransfer: Daten bleiben innerhalb der EU. Kein Schrems-II-Risiko wie bei Mailchimp oder Constant Contact.
  • Datenexport & Recht auf Löschung: Sauber implementiert, Kontaktlöschung dokumentiert.

Damit gehört Brevo gemeinsam mit CleverReach, rapidmail und KlickTipp in die DSGVO-Top-Liga – mit dem Vorteil, dass Brevo deutlich günstiger startet. Mehr im Ratgeber DSGVO-konforme Newsletter Tools.

Brevo vs. Konkurrenz

Wie schneidet Brevo gegen die wichtigsten Wettbewerber ab? Hier ein kompakter Direktvergleich:

KriteriumBrevoCleverReachMailerliteMailchimp
Free-Plan ∞ Kontakte / 300 Mails/Tag 250 Kontakte / 1.000 Mails 1.000 Kontakte / 12.000 Mails 500 Kontakte / 1.000 Mails
Einstiegspreis 9 € 17 € 9 € ca. 30 €
Server-Standort Frankreich / Deutschland Deutschland EU (Litauen) USA
DSGVO ★★★★★ ★★★★★ ★★★★☆ ★★☆☆☆
SMS / WhatsApp Ja, integriert Nein Nein Nein
Marketing Automation Ab 18 € (mehrstufig) Stark, mehrstufig Solide Stark
Editor-Komfort ★★★★☆ ★★★★☆ ★★★★★ ★★★★☆

Direkte Vergleiche im Detail: CleverReach vs. Brevo, Brevo vs. Mailerlite und Brevo vs. GetResponse.

Für wen lohnt sich Brevo?

Klare Empfehlung für

  • E-Commerce-Shops: Multi-Channel (Mail + SMS + WhatsApp) aus einer Hand
  • Startups & Bootstrapper: unbegrenzte Kontakte gratis
  • Vereine & B2B mit großen Listen: günstig auch bei 20.000+ Kontakten
  • SaaS-Anbieter: ausgereifte Transactional API
  • EU-Unternehmen mit DSGVO-Pflicht: Mailchimp-Alternative
  • Online-Shops mit Shopify / WooCommerce

Eher nicht geeignet für

  • Tägliche Massensender mit knappem Budget (Free-Limit zu eng)
  • Designer und Marketer, die maximalen Editor-Komfort wollen → Mailerlite
  • Coaches mit Tag-basiertem Funnel → KlickTipp
  • Reine DACH-Unternehmen mit Pflicht zu deutschem Telefon-Support → rapidmail
  • Wer eine ausschließlich deutsche Oberfläche & Doku braucht

Fazit: Unser Brevo Testergebnis

Nach mehreren Monaten Test-Einsatz steht das Urteil: Brevo ist 2026 eine der besten Mailchimp-Alternativen für den EU-Markt – mit klaren Stärken bei Free-Plan, Multi-Channel und DSGVO.

Das Alleinstellungsmerkmal "unbegrenzte Kontakte gratis" ist und bleibt einzigartig. In Kombination mit SMS, WhatsApp und der Transactional API ergibt sich eine echte All-in-One-Plattform, die im Mittelstand viele Einzeltools ersetzen kann. Wer von Mailchimp wegmigrieren will und ein EU-Hosting braucht, findet bei Brevo die naheliegende Lösung.

Die Schwächen sind real, aber nicht kritisch: Das 300-Mails-Tageslimit im Free-Plan zwingt aktive Versender früh in den Starter-Tarif (9 €), und der Editor erreicht nicht ganz das Niveau von Mailerlite. Wer einen kompromisslos deutschen Support und makellose Übersetzung will, bleibt besser bei rapidmail oder CleverReach.

Unser Rating: 4,3 von 5 Sternen.
Stärken: Free-Plan ohne Kontaktlimit (5/5), Multi-Channel (5/5), DSGVO (5/5), Transactional API (4,5/5). Schwächen: Free-Tageslimit (3/5), Editor-Komfort (3,8/5), deutsche Lokalisierung (3,5/5).
DSGVO & Datenschutz
5,0 / 5
★★★★★
Free-Plan
5,0 / 5
★★★★★
Multi-Channel
5,0 / 5
★★★★★
Editor & UX
3,8 / 5
★★★★☆
Zustellbarkeit
4,5 / 5
★★★★½
Preis-Leistung
4,5 / 5
★★★★½

Zustellbarkeit lag in unseren Testkampagnen zwischen 94 % und 96 % Inbox-Platzierung – ein guter Wert, vergleichbar mit rapidmail (95 %) und CleverReach (96 %).

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